02.04.2025
HWK fordert den Abbau von Barrieren für Zulieferer
Heimische Betriebe zeigen „Handwerk & Hightech“ auf Hannover Messe

Wirtschaft aus dem Münsterland auf der Hannover Messe am Gemeinschaftsstand des Zulieferhandwerks (v. l.): Bektas Özdemir (Alutexx Metallsysteme), Thomas Melchert (HWK), Gerd Spreckelmeyer (Trinso), Martin Schiller (Darpe Energie), Anna Arnskötter (Arnskötter Präzisionstechnik) und Jürgen Kroos (HWK). Foto: © Henning Scheffen
Den Abbau von Handelsbarrieren für das Zulieferhandwerk hat Jürgen Kroos, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Münster, bei seinem Besuch des Gemeinschaftsstandes „Handwerk & Hightech“ auf der Hannover Messe gefordert. „Die meisten Betriebe, die gewerbliche Produkte erzeugen, müssen auch auf Auslandsmärkten bestehen. Zunehmende Handelsbeschränkungen, geopolitische Risiken, eine verfestigte Rezession sowie die steigende Bürokratielast erschweren das grenzüberscheitende Geschäft“, betonte Kroos. Der freie Außenhandel sei eine wichtige Säule des standortgebundenen Handwerks, so Kroos weiter.
Eine aktuelle Befragung unter 37 Zulieferbetrieben im Kammerbezirk Münster zeigt: Die wirtschaftliche Lage wird insgesamt positiv eingeschätzt. 85 Prozent bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“. Gleichzeitig bereiten rückläufige Umsätze zunehmend Sorgen und Investitionen werden zurückgestellt. Da auch von der Auftragslage keine neuen Impulse ausgehen, ist im kommenden Halbjahr mit einer leichten Eintrübung der Geschäftsentwicklung zu rechnen. Trotz der Herausforderungen bleibt der Fachkräftebedarf hoch: Insgesamt wollen Betriebe Beschäftigung aufbauen.
Der bundesweite Zulieferer-Gemeinschaftsstand wurde in diesem Jahr zum 18. Mal von der HWK organisiert. Zu den Ausstellern gehören fünf Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk Münster. Sie präsentieren zum Messethema „Energizing a Sustainable Industry“ innovative und nachhaltige Ideen und Lösungen aus dem Maschinen- und Anlagenbau: Alutexx am Stand gemeinsam mit Zulieferer Kemper Oberflächentechnik aus Ennigerloh (mit einer breiten Angebotspalette vom Schweißen über die Blechbearbeitung einschließlich Oberfläche), Arnskötter Präzisionstechnik aus Greven (mit innovativen Schaltkugeln für die Industrie), Darpe Energie aus Warendorf (mit Lösungen zur zirkulären Kreislaufwirtschaft) und Trinso aus Lengerich (mit Robotik und Sondermaschinenbaulösungen).
Zudem stellt die HWK auf dem Gemeinschaftsstand das von ihr organisierte deutsch-niederländische Projekt „Two4C“ vor. Es fördert die Kreislaufwirtschaft in kleinen und mittleren Unternehmen der Branchen Bau, Metall- und Maschinenbau, Holz, Kunststoff und Elektro in der Euregio. Die Messe gibt Anlass für einen Austausch zwischen Experten zur Circular Economy mit praxiserfahrenen Betrieben.
Darüber hinaus präsentieren sich die IHK Nord Westfalen und HWK Münster auf dem Stand gemeinsam als Teil der deutsch-niederländischen Wirtschaftsinitiative Tech.Land.
Mit dem Gemeinschaftsstand des Zuliefererhandwerks will die Handwerksorganisation kleinen und mittleren Unternehmen einen Zugang zu der internationalen Leitmesse in Hannover eröffnen. Die Aussteller bekommen während der Messezeit Kontakte zu potenziellen Kunden und Partnern. Beispielsweise wird mit Vertretern der Dubai-Chamber, der AHK Vereinigte Arabische Emirate und Teilnehmenden einer dortigen Markerkundungsreise mögliche Chancen im Markt Dubai diskutiert.